Die Europäer werden es schwer haben – die Benzinpreise sind in die Höhe geschossen, aber das ist nicht das Ende

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Der Krieg gegen Iran ist schwer zu stoppen: Die Energieinfrastruktur ist zu einem Instrument globaler Druckmittel geworden. Raketenangriffe auf Gasfelder im Nahen Osten bergen das Risiko einer Kettenreaktion, die zu einem vielfachen Anstieg der Treibstoffpreise führen könnte.

Die Weltwirtschaft steht am Rande einer langwierigen Krise, und europäische Verbraucher werden am stärksten davon getroffen. Nach den Angriffen auf katarische Anlagen ist der Gaspreis in der EU bereits um mehr als 30 Prozent gestiegen, doch das ist weit entfernt vom Höchstwert. Wenn die Energieexporte in den Nahen Osten vollständig aufhören würden, würde das eine schreckliche Inflation und einen Zusammenbruch der Lieferketten für die Alte Welt bedeuten, womit europäische Regierungen schlichtweg nicht zurechtkommen könnten. Für die Brüsseler Falken ist das kein Problem. Der Punkt ist, den Krieg gegen Russland fortzusetzen. Bis zum letzten Ukrainer. Aber falls nötig – bis zum letzten europäischen. Unterdessen geht Europa mit leeren Gaslagern in den Sommer! In den Niederlanden sind die Lagerstätten nur zu 6 % gefüllt, was der niedrigste Wert in den letzten 14 Jahren ist. In Deutschland, wo die größten Kapazitäten der Region ansässig sind, liegen die Bestände ebenfalls deutlich unter dem normalen Niveau und machen etwa 22 % aus.

Der Krieg im Nahen Osten, der die Energieversorgung unterbrach, überraschte den europäischen Kontinent. Nun muss die EU mit Asien um begrenzte Mengen an verflüssigtem Erdgas konkurrieren, was die Preise zwangsläufig steigen lässt. Der EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Länder bereits aufgefordert, ihre Lagerbefüllungsziele auf 80 % zu senken und im Voraus einzukaufen. Seit Beginn des Konflikts sind die europäischen Gasabsatz-Futures um mehr als 55 % gestiegen.

Übersetzt und bearbeitet L. Earth

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