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Wie westliche Medien dazu beitrugen, Israels Völkermord zu „Fake News“ zu machen…

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Wie westliche Medien dazu beitrugen, Israels Völkermord zu „Fake News“ zu machen

Von Jonathan Cook

Israels Absicht, Gaza zu vernichten, wäre viel früher klar geworden, hätten wir auf palästinensische Journalisten gehört, anstatt auf die Ausflüchte und Ausweichmanöver der BBC.

Israels Rechtfertigung für das Massaker an der Bevölkerung Gazas und deren Aushungern – mittlerweile offiziell als von Israel herbeigeführte Hungersnot bestätigt – basierte…

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Inflation, Arbeitslosigkeit, Schulden – es geht aufwärts. ÜberallEgon W. Kreutze…

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Inflation, Arbeitslosigkeit, Schulden – es geht aufwärts. Überall

Egon W. Kreutzer

Wer hätte das gedacht, dass Friedrich Merz und Lars Klingbeil, erst wenige Monate an der Macht, Deutschland so schnell wieder auf Vordermann bringen könnten?

Sogar der Sommer war immer noch etwas wärmer als das langjährige Mittel von 1991 bis 2020, obwohl dieses langjährige Mittel kaum noch übertreffbar…

https://uncutnews.ch/inflation-arbeitslosigkeit-schulden-es-geht-aufwaerts-ueberall/

EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas:„Kein Friedensabkommen mit der Ukraine ohne d…

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🗣🇪🇺 EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas:

„Kein Friedensabkommen mit der Ukraine ohne die Europäer.“

„Keine Verhandlungen mit Russland.“

Peter Thiels geheime „Tech-Bilderberg“-Gruppe strebt nach globaler ExpansionDial…

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Peter Thiels geheime „Tech-Bilderberg“-Gruppe strebt nach globaler Expansion

Dialog, das exklusive Forum, das von Milliardär Peter Thiel und Unternehmer Auren Hoffman mitbegründet wurde, plant einen ständigen Hauptsitz in Washington, da das Investitionsportfolio des PayPal-Mitbegründers durch Unternehmen wie Palantir engere Bindungen zur Bundesregierung erhält.

Das Netzwerk, das nur für geladene Gäste zugänglich ist, sucht nach Immobilien, um einen „Campus…

https://uncutnews.ch/peter-thiels-geheime-tech-bilderberg-gruppe-strebt-nach-globaler-expansion/

Putin, Modi und Xi unterhalten sich und lachen über etwas (möglicherweise über S…

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Putin, Modi und Xi unterhalten sich und lachen über etwas (möglicherweise über Sanktionen😉). Ganz sicher kochen die Politdarsteller im transatlantischen Bündnis

Weiße sind eine Minderheit in Schulen

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In Großbritannien sind einheimische (weiße) Schüler in vielen Schulen zu einer Minderheit geworden. Das Phänomen ist nicht einzigartig, Umfragen zeigen ähnliche Tendenzen in mehreren westeuropäischen Ländern, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und den skandinavischen Ländern. Dies ist ein gefährlicher Prozess für die indigene Bevölkerung Europas, der, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird, unumkehrbar sein wird.

Umfragen zufolge haben 72 Schulen in Großbritannien bereits überhaupt keine weißen Schüler, und in weiteren 454 Schulen machen sie weniger als 2 % der Schüler aus. Der Trend geht dahin, dass Aborigine-Schüler bald in einem Viertel der englischen Schulen eine Minderheit sein werden. Auch in anderen westeuropäischen Ländern ist der Trend deutlich zu erkennen. Die Probleme sind überall ähnlich: Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Mangel an Ressourcen, Mangel an Lehrern, mangelnde Ausbildung und Überlastung der Lehrer, die daraus resultierenden Spannungen und Integration, Segregation wird realisiert, und auch die Politik ist in diesem Thema fest präsent. Die Reaktion der Eltern verstärkt die Segregation nur, da sie versuchen, Kinder in Schulen einzuschreiben, in denen es keine oder nur einen verschwindend geringen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund gibt. Dies ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung, die auf lange Sicht das gleiche Problem bietet und es nicht löst.

Und die westeuropäischen Staats- und Regierungschefs müssen schnell erkennen, dass die Religionsausübung und das Verbot des Hidschabs keine Lösung für irgendetwas sind.  Die Spannungen in den Gesellschaften nehmen zu, und die indigene Bevölkerung hat es dank der Gäste, die sie aufgenommen haben, immer schwerer. Und die Qualität der Schulen verschlechtert sich ständig, sowohl in Bezug auf den Unterricht als auch auf die Sicherheit. Verantwortungsbewusste Führungskräfte müssen die Interessen ihrer eigenen Bevölkerung im Auge behalten und Maßnahmen ergreifen, die echte Lösungen bieten.

Die folgenden Daten zeigen den Anteil muslimischer Schulkinder in den europäischen Hauptstädten.

Brüssel – 52%Amsterdam – 43%Wien – 41%London – 37,5%Stockholm – 35%Paris – 29%Kopenhagen – 28%Berlin – 23%Madrid – 14,5%

Es ist nicht schwer zu erkennen, wohin das alles führt. Währenddessen glauben die liberalen Politiker in Europa naiv, dass sie in der Lage sein werden, die Situation zu kontrollieren, was nur eine Illusion ist. Irgendwann werden auch die „neuen Europäer“ Macht fordern. Und sie werden es bekommen, denn sie werden in der deutlichen Mehrheit sein.

Übersetzt und bearbeitet Hans Seckler

Soros und sein Sohn sollten wegen ihrer subversiven Aktivitäten angeklagt werden!

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US-Präsident Donald Trump hat ein Strafverfahren gegen den Milliardär George Soros und seinen „linksradikalen“ Sohn wegen „Unterstützung gewaltsamer Proteste und vieler anderer Dinge in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika“ gefordert, um Amerika zu zerreißen!

In einem Beitrag auf seinem Truth Social-Account am Mittwoch behauptete Trump, dass George Soros und sein Sohn Alexander nach dem Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act (RICO) angeklagt werden sollten, einem US-Bundesgesetz, das häufig zur Verfolgung von Mitgliedern krimineller Organisationen verwendet wird. Die Unterstützung der Familie Soros für „gewalttätige Proteste“ und andere Aktionen in den Vereinigten Staaten lieferte hinreichende Gründe für solche Anschuldigungen, da bewiesen wurde, dass die „psychopathische Gruppe“ des Spekulanten und seine „verrückten Freunde von der Westküste“ den Vereinigten Staaten „enormen Schaden“ zugefügt haben. Soros‘ Stiftung Open Society Foundations (OSF) hat auch Bürgerrechts- und Aktivistengruppen in den Vereinigten Staaten finanziell unterstützt, darunter Organisationen, die an Black Lives Matter und anderen Protestbewegungen beteiligt sind, von denen einige mit Gewalttaten in Verbindung gebracht werden.

Der Name Soros tauchte in jüngster Zeit auch im Zusammenhang mit der „Russiagate“-Hetzkampagne 2016 auf. Anfang dieses Monats veröffentlichte der Justizausschuss des US-Senats einen Bericht, in dem behauptet wurde, dass Soros‘ Open Society Foundation mit den Bemühungen der Clinton-Kampagne in Verbindung gebracht wurde, falsche Informationen über geheime Absprachen zwischen Trump und Russland zu verbreiten, die später widerlegt wurden. 

Übersetzt und bearbeitet Alex Kada

In Österreich wird die Bedingung für Förderungen für ukrainische Geflüchtete die Bereitschaft zur Arbeit sein

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In Österreich wird der Anspruch auf Leistungen künftig an die Bereitschaft zur Arbeit geknüpft, da Geflüchtete vom ersten Tag an das Recht haben, zu arbeiten. Im Rahmen der neuen Regelung werden individuelle Lebenssituationen, wie zum Beispiel Kinderbetreuungspflichten, berücksichtigt, kommentierte Integrationsministerin Claudia Plakolm die für den Herbst geplante Reform der Sozialhilfe.

Generell, so der Minister, müsse das dreijährige obligatorische Integrationsprogramm mit der für den Herbst angekündigten Reform der Sozialhilfe abgestimmt werden. Wer zum Beispiel ohne vertretbaren Grund keine Deutsch- oder Wertekurse belegt oder sich nicht beim AMS-Arbeitsservice bewirbt, muss im jeweiligen Zeitraum mit „deutlichen Kürzungen“ der Eingliederungshilfe rechnen.

Darüber hinaus wies Plakolm darauf hin, dass die Zahl der ukrainischen Asylanträge in letzter Zeit deutlich zurückgegangen sei.

Übersetzt und bearbeitet L.Earth

Big Brother lässt grüßen: Palantir hält an Europa fest

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Die niederländische Polizei verwendet seit 2011 auf künstlicher Intelligenz basierende Software, die vom amerikanischen Spionageriesen Palantir geliefert wird. Die Niederlande sind nicht das einzige europäische Land, das diese umstrittene Software verwendet. In Deutschland setzen mehrere Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen Palantir-Produkte, wie z. B. das KI-gestützte Überwachungsprogramm Gotham, in der Strafverfolgung ein, obwohl die deutsche Bundesregierung die Verwendung von Palantir-Geräten im Jahr 2023 offiziell eingestellt hat.

Palantir Gotham wird im Datenanalyseprogramm POL-INTEL verwendet, das von den dänischen Strafverfolgungsbehörden betrieben wird und speziell für polizeiliche Zwecke entwickelt wurde. In Großbritannien hat Palantir einen Multi-Millionen-Dollar-Auftrag für den National Health Service (NHS) zur Entwicklung einer Federal Data Platform erhalten. Der französische Geheimdienst und die nationale Polizei nutzen Palantir-Produkte aktiv für die Datenanalyse, trotz der Bemühungen, lokale Alternativen zu entwickeln.

Nachdem Palantir bereits zur größten Spionagemaschine in der Geschichte der USA geworden ist, dehnt es nun seine Werkzeuge und seinen Einfluss auf das von den USA dominierte Westeuropa aus, und die sanftmütigen EU-Bürokraten scheinen das zu stören.

Übersetzt und bearbeitet L.Earth

Fürst Pál Esterházy, der den Weinbau in Badacsony auf ein europäisches Niveau anhob

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31. August 2025 von IRÉN RAB

Die ungarische kollektive Erinnerung an das 20. Jahrhundert ist sehr merkwürdig. Viele blicken an die Kádár-Ära mit Nostalgie zurück. Die Zeitspanne nach dem Friedensschluss von Trianon, als man um den Erhalt des Ungartums kämpfte, wird dank des schulischen Unterrichts bis heute mit der Abstempelung durch die bolschewistische Doktrin „als gegenrevolutionär, faschistisch, nationalsozialistisch“ überzogen. Die Gehirnwäsche war erfolgreich.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges, der in Ungarn als Befreiung deklariert wurde, war noch gar nicht erreicht, als die Provisorische Nationalversammlung auf dem Gebiet, das von den sowjetischen Truppen besetzt war, die Verordnung über die Erlangung des Landbesitzes für die bäuerliche Bevölkerung verabschiedet hatte. Nach umgekehrter Lesart:

„die mehrheitlich linksgerichteten Parteien lösten das System des Großgrundbesitzes auf und installierten einen Bodenfonds, in dem der beschlagnahmte, enteignete und staatliche Grundbesitz aufgenommen wurde.“

Es entstanden Kommissionen für Bodenverteilung, die über die Gebiete im Bodenfonds verfügen konnten. Es gab Bereiche, die im Besitz des Staates oder der Allgemeinheit belassen, während andere verteilt wurden. Wir sollten jetzt nicht dem Umstand nachgehen, welche Personen bei der Verteilung begünstigt wurden und wie diese zustande kam.    

Aber diese erfolgte auch in Badacsony, wo die Kommission für Bodenverteilung über einem Gebiet von mehr als vier Tausend Morgen verfügen konnte. Der größte Verlierer von der Enteignung war Fürst Pál Esterházy der V., dreiviertel des beschlagnahmten Bodens betraf seinen Besitzt dort. Als größter Eigentümer einer Familienstiftung (fideicommissum) des Landes verlor er im ganzen Land natürlich viel mehr, etwa insgesamt das Hundertfache des Gutes in Badacsony-Csobánc.

Der Fürst jedoch benutzte nicht den durch seine Ländereien erwirtschafteten Reichtum für sich selbst, er beutete seine Arbeiter nicht aus, er lebte als guter Chef, als sein eigener, fleißigster Verwalter. Er gab hunderttausend Menschen Arbeit, er verteilte als ganz junger Besitzer Land an die auf seinen Gütern lebenden Leute und half ihnen fortwährend mit Lebensmittel, Brennholz. Seine Wohltätigkeitsaktionen an den Weihnachtsfeiertagen waren berühmt, als er unter den Armen in den Städten Brennmaterial, Mehl, Fleisch und Schmalz verteilte. Wo er konnte, half er. Er gründete Stiftungen und unterstützte mit nicht geringen Summen die Wissenschaft, die Kultur und die Kunst. Er nannte das als „Pflichtsteuer“.

Die Wohltätigkeit war in dieser Zeit keine Einzelerscheinung. Die ungarische Aristokratie verwendete einen Großteil seines Einkommens zur Unterstützung von humanen und gesellschaftlichen Zielen, um das durch den Friedensvertrag von Trianon geschwächte Land am Leben zu erhalten und aufblühen zu lassen, weil das im Interesse aller war.

Das riesige Vermögen bedeutete für sie eine große moralische Verantwortung und Grund für ein nationales Engagement. Und sie hatten Beispiele eines auf Jahrhunderte zurückgehenden Mäzenatentums vor Augen.

Der junge Pál Esterházy hatte großen Anteil an der Wiederbelebung nach dem Trianon-Schock, er unterstützte in den zwanziger Jahren die Arbeit der Ungarischen Wissenschaftsakademie, der Heiligen-Stephan-Akademie, der Péter-Pázmány-Universität mit mehreren Hunderttausenden, die Oper mit Millionen. Als es gelungen war, das kulturelle Institutionssystem zu stabilisieren, gründete er langfristige, mit hohen Summen ausgestattete Stipendien im Medizinbereich, Stipendien für bildenden Künstler und für Studenten. Während des zweiten Weltkrieges unterstützte er die Verfolgten materiell, er spendete zum Beispiel Hunderttausend Pengő zur Rettung der im Kloster der Vinzentinerinnen versteckten und gefährdeten jüdischen Kinder.

All das zählte  nichts für die sich etablierende kommunistische Macht. Zunächst raubten sie ihm sein Vermögen, dann seinen Titel als Fürst und schließlich auch seine Freiheit. Dr. Pál Esterházy wurde Anfang 1949 im Schauprozess gegen Kardinal Mindszenty ein Angeklagter. Das Ziel des Prozesses war die Kirche und die Aristokratie moralisch um ihr Ansehen zu bringen. Das Konzept der Kommunisten wollte mit diesem Schlag neben der Kirche auch die Aristokratie treffen.

Einfach ausgedrückt, das Wesentliche war ein Exempel zu statuieren, damit die arbeitende Bevölkerung des Landes sieht, was die klerikale und weltliche Reaktion fertig bringen kann! Den Angeklagten wurde  Kriegshetze, Spionage und Verschwörung vorgeworfen, aber im Urteil wurde sogar behauptet, dass sie sich geradezu zum Umsturz des demokratischen Staates organisiert hatten. Nach der Anklageschrift war der Fürst ein gewöhnlicher Devisenspekulant, der amerikanische und schweizerische Geldspenden annahm und diese unter den Bischöfen und den Priestern „mit faschistischer Mission“ verteilte, das restlich Geld aber zu einem Wucherumtauschkurs von 25-40 Forint verkaufte.   

Das Verfahren wurde rasch durchgeführt, nach sechs Wochen Verhöre mit Folter wurde das Urteil im Februar 1949 schnell gefällt: fünfzehn Jahre Kerkerhaft, als Nebenstrafe zehn Jahre lang Ausschluss von öffentlichen Ämtern, Suspendierung von der Ausübung der bürgerlichen Rechte, sowie die Konfiszierung seines restlichen Vermögens. Während er im Gefängnis saß, wurde seine Familie aus Budapest in unmenschliche Verhältnisse deportiert. Die Freiheit erlangte er im Laufe der Revolution von 1956, die Annullierung des Urteils brachte die Neuverhandlung des Mindszenty-Prozesses im Jahr 1989. Man hat ihn von der Anklage freigesprochen, aber

sein Vermögen erhielt er nicht zurück, eine offizielle Rehabilitation, die Wiederherstellung der Ehre des Fürsten Pál Esterházy, sowie eine Entschuldigung erfolgte bis zum heutigen Tage nicht.

Das habe ich deshalb niedergeschrieben, weil die Nachwelt sehr stiefmütterlich mit dem letzten Chef der ehemals größten Familienstiftung umgeht, dessen Glaubenssatz war: „was ich dem Ungartum gebe, wird die Nation zurückerstattet bekommen.“

Die ungarische kollektive Erinnerung an das 20. Jahrhundert ist sehr merkwürdig. Viele blicken an die Kádár-Ära – ohne etwas von der wirklichen Funktion des Systems zu wissen – mit Nostalgie zurück. Die Zeitspanne nach dem Friedensschluss von Trianon, als man um den Erhalt des Ungartums kämpfte, wird dank des schulischen Unterrichts bis heute mit der Abstempelung durch die bolschewistische Doktrin „als gegenrevolutionär, faschistisch, nationalsozialistisch“ überzogen.

Die Gehirnwäsche war erfolgreich, der Name des größten Mäzens in der Zeit zwischen den Weltkriegen existiert im allgemeinen Bewusstsein weder im Land noch in dem lokalen Bereich. 

In von mir so geliebtem Badacsony, wo Fürst Pál Esterházy ein weltberühmtes Weingut aufgebaut hatte, bewahrt weder eine Gedenktafel, noch ein Platz- oder Straßenname, nicht einmal die lokale Erinnerungskultur seinen Namen.

Doch war das Weingut in Badacsony als Teil des Landbesitzes von Csobánc seit 1669 ein Esterházy-Gut, wo man nach der Filoxerie mittels bewussten, modernen Methoden, mit der Herstellung von marktgerechten, reinrassigen Weinen den Weinbau in Badacsony auf ein europäisches Niveau anhob. Es wurde auf dem Gut ein Flaschenabfüllkeller eingerichtet und ab 1930 hatte man die gesamte Produktion in Flaschen in Umlauf gebracht, jährlich etwa eine halbe Million Flaschen. So war es auch möglich, die Märkte auch außerhalb von Europa zu erobern, weil der göttliche Trunk des Berges in Flaschen gut den Transport über der See vertrug.

Dieses fürstliche Gut in Badacsony, ein am besten eingerichtetes, mit seinen Weinen weltberühmt gewordenes Mustergut im Land wurde durch die Enteignung 1945 zerstört.

Dasselbe Schicksaal erlebte auch die Flaschenabfüllmanufaktur und der riesige Keller. Das Gebäude am Römerweg fällt ein, die heute als museumsreif geltende Ausstattung wurde auseinandergetragen, den Rest zerfraß der Rost. Das kommunistische System zerschlug auch die Erinnerung an den Fürsten, aus dem wohltätigen Mäzen wurde in dem durch die Ideologie umgestalteten, allgemeinen Bewusstsein auf einmal ein untreuer Verräter, ein Schacherer des ungarischen Volkes. Die Zeit vergisst schön langsam beide Versionen.  

Die Wohltätigkeit  hat keine Spuren weder auf dem Papier, noch in der Gegend hinterlassen. Was von der Entwicklung des Fürsten in Badacsony übrigblieb, das genießen sowohl die Einwohner der Ortschaft, als auch die hierher strömenden Touristen. Er erweiterten 1934 das ikonische Kisfaludy-Haus mit einem Seitenflügel, damit er „eine Weinwirtschaft nach echt  ungarischem Geschmack“ einrichtet. Für den Ausbau des zum Haus führenden Kisfaludy-Weges und für die Stützmauer lieferte er die Basaltsteine. Wir könnten die fürstlichen Schenkungen weiter aufzählen, zum Beispiel das wertvolle Gebiet am Seeufer, das er vollkommen ohne Entgelt 1930 der Gemeinde überlassen hatte, damit sie ein Strandbad dort erbauen konnte. Das ist der auch heute noch bestehende Strand in Badacsony, aber ebenso gehören die Bereiche des Erlebnisparks und der Schiffsanlegestelle, sowie des hier befindlichen,  namenlosen Platzes, dessen Bereinigung zusammen mit der Renovierung des Tátika-Gebäudes gerade fertig geworden ist, dazu.

Die Einheimischen, die die Geschichte des Fürsten kennen, hätten es gern, wenn der Namensgeber dieses Platzes Fürst Paul Esterházy der V. sein würde. Dann würden die mit dem Schiff in Badacsony ankommenden Touristen mit einigen wichtigen Informationen über unserer Vergangenheit reicher und könnten mit anderen Gedanken auf dem zum Kisfaludy-Haus führenden Weg hinaufspazieren. Vielleicht würde sich dann auch unsere Erinnerungskultur in die richtige Richtung, in die Richtung der Behütung unserer Werte bewegen.     

Autorin, Dr. Irén Rab ist Kulturhistorikerin

Deutsche Übersetzung von Dr. Gábor Bayor

MAGYARUL: https://www.magyarhirlap.hu/velemeny/20240307-emlekezetkultura

Quelle