Der Verfassungsgerichtshof in Wien hat am Mittwoch entschieden, dass ein junger Afghane, der in Österreich einen Antrag auf Asyl gestellt hatte, in sein Heimatland zurückgeschickt werden darf. Damit bestätigte die Behörde die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, bei dem sich der Mann zuerst beschwert hatte.
Die Begründung: Die Sicherheitslage in Afghanistan soll sich verbessert haben, weshalb keine „ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit“ des Mannes bestehe. Zudem habe der Afghane die Unterstützung seiner Familie, die „ein Haus sowie einen Hof mit mehreren wirtschaftlichen Grundstücken“ besitze. Diese Entscheidung könnte eine Wende in der Abschiebepraxis bedeuten, da das Gericht Abschiebungen nach Afghanistan noch im Sommer 2021 ausgeschlossen hatte.
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